Warnschutzkleidung nach EN ISO 20471: Klassen, Pflichten und Logo-Druck
Stand: 18.10.2026 · Arbeitskleidung mit Logo
Warnschutzkleidung macht Menschen bei Tag und Nacht sichtbar: Fluoreszierende Hintergrundfarben (Warngelb, Warnorange, Warnrot) wirken bei Tageslicht, Reflexstreifen bei Scheinwerferlicht. Geregelt ist das in der europäischen Norm EN ISO 20471.
Die drei Klassen
Die Norm unterscheidet drei Klassen nach der Mindestfläche an fluoreszierendem Hintergrundmaterial und Reflexmaterial. Je höher die Klasse, desto mehr sichtbare Fläche – und desto höher die Schutzwirkung.
| Klasse | Sichtbarkeit | Typische Kleidung |
|---|---|---|
| Klasse 1 | gering | Hosen oder Westen mit wenig Fläche, für Bereiche mit geringem Verkehr |
| Klasse 2 | mittel | Warnwesten, T-Shirts und Polos mit umlaufenden Streifen |
| Klasse 3 | hoch | Jacken mit langen Ärmeln oder Kombination Jacke + Hose |
Welche Klasse nötig ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers – vor allem aus Verkehrsgeschwindigkeit, Lichtverhältnissen und Abstand zum Verkehr. Kombinationen aus zwei Teilen können gemeinsam eine höhere Klasse erreichen.
Darf ein Logo auf Warnschutzkleidung?
Ja – solange die Mindestflächen der Klasse nicht unterschritten werden. Viele Modelle sind ausdrücklich für Druck vorbereitet. Wir platzieren das Logo dort, wo es die Schutzwirkung nicht beeinträchtigt: meist am Rücken oberhalb der Reflexstreifen und klein auf der Brust. Reflexstreifen werden nie überdruckt.
Pflege und Austausch
Im Pflegeetikett steht, wie oft das Kleidungsstück gewaschen werden darf, ohne dass die Schutzwirkung nachlässt. Verblasste, verschmutzte oder beschädigte Warnkleidung sollte ersetzt werden.
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